Zeitplanung & Routenplanung & Navigation & Training

 

 

Zeitplanung

 

Zur Berechnung der Zeit, die ich für eine Strecke brauche benötige ich lediglich die Kilometer und Höhenmeter (aus der nachfolgend vorgestellten Software).

 

Zuerst ermittele ich einen Orientierungswert:

 

Ich gehe dabei der Einfachkeit halber davon aus, 30 km/h zu fahren und 60 Minuten für 1000 Höhenmeter zu benötigen.

Also:

X km / 30 km/h * 60 min + Y hm /1000 * 60 

 

Bei 110 km und 1800 hm wäre das 110*2 + 1,8*60 = 220 + 108 = 328 min oder 5 Std und 28 min.

 

Dieser Orientierungswert ist zugleich mein Trainingswert bzw. überprüfe ich daran meinen Trainingszustand

In Wettbewerben fahre ich je nach Strecke bis zu 20 % schneller

Beim Radwandern mit Gepäck schlage ich auf den Orientierungswert 20% drauf (328+33+33=394 = 6 Std 34 min)

 

 

Routenplanung

Ich verwende Komoot, das zur Zeit mit einer Region umsonst ist und mit lebenslangem, weltweiten Kartenupdate ca. 30 € kostet.

Als Beispiel plane ich hier eine Rennradtour von Würzburg nach Nünberg.

Zunächst erfolgt die Eingabe "Nur Hinweg", "Rennrad" und die Eingabe des Startpunktes.

 

Dann gibt man das Ziel ein und man erhält sofort einen Routenvorschlag unter Berücksichtigung des Verkehrmittels mit einer Angabe der Entfernung, der Höhenmeter, des Fahradweganteils, der Wegbeschaffenheit und des Höhenprofils. Die Zeitangabe ist mit Vorsicht zu geniessen.

Gezeigt werden auf der Karte auch Highlights mit roten Punkten.

Wenn ich ein Highlight besichtigen möchte, wie Rothenburg, klicke ich die Strecke einfach an und ziehen sie zum Highlight und füge den Wegpunkt zur Tour hinzu. Die Strecke wird sofort umberechnet.

Als nächstes schalte ich die Ansicht von Komoot Map auf OpenCyclemap und überprüfe anhand des Fahrradwegnetzes, ob ich die Rote nochmals anpassen möchte.

Dies habe ich hier im Bereich Würzburg-Rothenburg mal getan.

Dann zoome ich in die Karte, mache die Feinplanung indem ich, wie oben beschrieben, die Route anklicke und verziehe.

Als nächstes überprüfe ich anhand des Höhenprofils, ob ich nicht doch den einen oder anderen Anstieg vermeiden kann/will.

Dann lasse ich mir alle Bereiche mit Bundesstrassen anzeigen und suche Umgehungen.

Als letztes lasse ich mir noch losen Untergrund, den Rennradler gar nicht mögen, anzeigen und versuche auch da zu optimieren.

 

Beim ersten Mal erscheint das noch aufwendig aber bald macht es richtig Spaß, weil die Qualität der Informationen besser als auf jeder Karte ist und man gedanklich bereits reist.

 

Navigation

 

Wenn die Route geplant und abgespeichert ist überträgt sie sich automatisch auf die Handyapp Komoot.

Dort findet man sie unter "Profil", "geplant".

Nun sollte man die Karte unter "Karte verfügbar" herunterladen,  um dann auf der Route offline zu sein.

Der Akku meines iphones reicht nicht den ganzen Tag, so dass ich entweder mittags laden muss oder eine Powerbank mitnehme.

Beim Fahren kann man nach Belieben eine Sprachansage oder Textmitteilung hinzuschalten und die Bildschirmanzeige zu- oder abschalten (Stromverbrauch).

 

Training

 

Eine Tour macht natürlich mehr Spaß, wenn man dafür ausreichend vorbereitet ist.

Dies umfasst m.E. folgende Aspekte:

  • körperliche Kondition
  • mentale Stärke
  • Sitzvermögen

Es ist hilfreich mit etwas Grundlagenausdauer über den Winter zu kommen. Wenn man in der Nass-Kalten-Zeit ungern Rad fährt, lässt sich dies gut durch Joggen oder Wandern erreichen. Dabei ist belastungstechnisch grob

                                                1 Std Joggen = 2 Std Radfahren = 4 Std Wandern.

 

Mein Training im Frühjahr wird durch das schmerzfreie Sitzvermögen bestimmt.

Beginnend mit einer Stunde steigere ich mich dann bis zu 3,5 Stunden.

Körperliche Kondition entsteht dabei automatisch parallel.

 

Die mentale Stärke wirklich starten zu wollen, durchhalten zu wollen und die Einsamkeit ertragen zu können erreiche ich durch eine wiederkehrende und immer feinere Planung der Touren.

 

Vor einer Mehrtagestour mit z.B. Tagesetappen von 200 km und 1500 Höhenmetern versuche ich mindestens dreimal 100 km und zweimal 150 km im Stück zu fahren.

 

Die zwei nachfolgenden Grafiken zeigen beispielshaft, wie ich vor einer 6-Tages-Tour im Mai mit 1300 km und 10.000 Höhenmetern trainiert habe. Möglichweise, hätte es gar nicht so viel sein müssen.

 

 

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